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MTB-Trailspaß in den Vogesen: Barr – Andlau – Champ du Feu

Rundtour mit hohem Singletrail-Anteil in den Vogesen

Barr im ElsaßStart der Rundtour ist im Zentrum des Städtchens Barr an der elsässischen Weinstraße. Die Strecke führt auf dieser Richtung Süden aus Barr hinaus über Mittelbergheim nach Andlau. Ab dem Start fährt man auf dem Weitwanderweg GR5, welcher durch ein rotes Rechteck gekennzeichnet ist. Im Anstieg zum Naturfreundehaus Gruckert verlässt man  den GR5 am Punkt 391 um ein steiles Stück in einer Schleife zu umfahren.

Am Col de l’Ungersberg angekommen hat man einen guten Blick in’s Val de Villé mit dem namensgebenden Talort. Ab hier folgt man dem gelben X über den Col de Bellevue bis zum Col du Kreuzweg. Zwischen Andlau und hier begegnet man meistens nur ziemlich wenigen Menschen. Am Col du Kreuzweg ändert sich das, hier trifft man Wagemutige, die sich in den Hochseilpark trauen, oder von dem abgebildeten Turm springen.

Weiter geht es dem blauen Kreuz folgend über die Auberge du Hochfeld und vorbei an Chaume des Veaux zum Champ du Feu, mit 1.099m der höchste Punkt des Départements Bas-Rhin und der Tour.

Col de l'Ungersberg Sprungturm für Mutige

Die Abfahrt – Ein Traum in Trails

Nach der MoordurchfahrtWie man die Abfahrt angeht hängt etwas von den Bedingungen ab. Wenn es schon lange – sehr lange – nicht mehr geregnet hat, kann man direkt am Champ du Feu auf den kleinen Trail dem blauen Rechteck des GR531 folgend in den Wald fahren. Man kann das auch nach sintflutartigen Regenfällen tun, aber ich würde das nicht empfehlen. Selbst nach einigen Tagen Trockenheit kann das sumpfige Gelände auf der Hochebene ein 26-Zoll-Rad zu einem guten Drittel im nicht gerade wohlriechenden Morast versinken lassen.

Wenn man dieses Stück vermeiden möchte, hält man sich einfach die ersten 700m entlang der Straße Richtung Norden und biegt erst dort auf den mit einem blauen Rechteck gekennzeichneten GR531 ein. Auch auf den altbekannten GR5 trifft man hier wieder. Der sanft abfallende GR531 führt auf angenehm zu fahrendem Waldboden mit einem kurzen knackigen Gegenanstieg bis auf eine geteerte Forststraße welcher man dann bis la Rothlach folgt. Hier gibt es die Möglichkeit zur Einkehr, wenn ich mich recht erinnere sind die Wartezeiten auch nicht allzu lange. Von la Rothlach bis zum Forsthaus Welschbruch folgt man dem mit einem gelben Kreuz markierten Trail. Dieser Teil ist technisch etwas anspruchsvoller als der erste, aber aufgrund des geringen Gefälles dennoch nicht ernsthaft schwierig. Beim Maison Forestière Welschbruch haben wir eine längere Pause eingelegt. Der Service war leider nicht der Schnellste, dafür war das Essen gut.

La Tour du Wachtstein

Weiter geht es auf dem GR5 Richtung Odilienberg. Zwischen dem Carrefour Bloss, an dem man die Straße überquert, und der Chapelle des Roches kurz vor dem Kloster kreuzt man die Heidenmauer, deren Alter nach wie vor ein Rätsel ist. An der Chapelle des Roches haben wir kehrt gemacht und sind dann Richtung Süden über die Grotte des Druides zum Wachtstein – teilweise entlang der Heidenmauer – gefahren. Ab hier hat es dann auch richtiges Gefälle hinab zum Kiosque Jadelot, einer runden Holzhütte mit Aussicht. Von hier zurück zum Carrefour Bloss und dann dem gelben Kreuz folgend abwärts Richtung Barr. Unterwegs kreuzt man die Downhill-Strecke von Barr.

Fazit

Wer gerne Trails fährt, ist auf dieser Rundtour richtig, der Trailanteil dürfte annähernd 50% betragen, bzw. an die 90% in der Abfahrt. Man benötigt kein Federwegmonster um die Strecke zu fahren, 150mm tun’s zur Not auch ;-). Im Ernst: Auch mit einem Hardtail macht die Strecke viel Spaß.

Tourdaten

Höhenprofil
Barr – Andlau – Champ du Feu – Mont Ste Odile – Barr

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13 Kommentare

  1. Tausend Dank für diese tolle Tour. Wir waren über Himmelfahrt 2 Tage in den Vogesen und sind diese Tour gefahren. Du hast uns auf jeden Fall „vogesensüchtig“ gemacht.

    Arne

  2. @Arne
    Freut mich, dass Euch die Tour gefallen hat. Würdest Du meine Einschätzung der Schwierigkeit als S1 (s. IBC Forum) teilen?

    Neugierig wie ich bin, würde mich natürlich noch interessieren, was ihr am zweiten Tag gefahren seid.

  3. Super Tour! Sind sie am verlängerten WOE des Tages der Deutschen Einheit gefahren bei schönstem Herbstwetter.
    Mit zu dem schönsten, was wir im Elsass vorgefunden haben!! Sogar Bergauf mit viel Fahrspass und Bergab mit manch kniffligem Trailanteil (bin stolz auf mein Oldie-Fully mit 100mm/60mm Federweg)..

  4. Die Vogesen sind einfach nur weltklasse und mit dem Schwarzwald überhaupt nicht zu vergleichen… Bin dort selbst öfter unterwegs. Praktisch wenn das ganze eine Autostunde vor der Tür liegt… 🙂

    Meine Impressionen findet ihr hier: http://www.bruchpilot.eu/category/vogesen

    @martin: respekt, wenn du das mit so wenig Federweg fährst. Da würde ich an der ein oder anderen stelle dann wohl doch absteigen müssen. Allein schon wegen der Geometrie…

  5. Hi h4wk,

    Sieht gut aus, Eure Tour vom letzten Wochenende. Aber ich mache mir Sorgen um den Teilnehmer mit dem 180mm Fahrwerk. Den hast Du wohl so fertig gemacht, dass er dieses Wochenende nicht in die Vogesen will – angeblich wegen dem Wetter 😉

  6. Das Leben ist hart und ungerecht… 😉 Aber so lange jeder sein Spaß hat, passt das schon! 🙂
    Dieses Wochenende war das Wetter leider unter aller Sau… Hoffentlich dann am 1. Mai wieder

    Grüße

  7. nö-nö
    es gab noch andere mit 180 mm……..
    bitte keine gerüchte in umlauf bringen.

  8. Hallo Frank,
    vielen Dank für diese Tour(enbeschreibung).
    Gestern bin ich sie gefahren, hab nur den Odilienberg regenbedingt ausgelassen.
    Der Trail vom Champ du Feu ist der Hammer, schön abwechslungsreich und praktisch 20 km nur bergab.
    Waahnsinn.
    Sowas kannte ich bisher nicht. Fahr ich bestimmt wieder.

    Viele Grüße
    Manfred

  9. Hallo Manfred,
    Freut mich, wenn Euch die Tour gefallen hat. Ja, die Vogesen sind ein prima Tourengebiet. Allein die Gegend rund um das Champ du Feu bietet einige tolle Abfahrten.

  10. Hallo Frank

    Ich würde diese Tour wahnsinnig gerne ausprobieren. Kannst du mir die GPS-Daten schicken? Vielen Dank.

  11. Großes Lob auch von unserer Seite. Fantastische Weitblicke auf dem Weg zur Hochebene und ab da Trailspaß „gallore“ 🙂
    Lediglich 1 Teilstück auf der Abfahrt war aufgrund starkem Dornenbewuchses kein Spaß.
    Eine Restaurantempfehlung in Barr würde das ganze zusätzlich abrunden.

    Besten Dank für die Tour und die Daten

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