Das Internet ist sich einig, die 14. Novelle des JMStV ist eine Katastrophe! Erdacht von Internetausdruckern und greisen, “netzpolitischen Vakuumhirnen”, die das Internet sowieso nicht verstehen. So ziemlich alle die das Internet wirklich nutzen, also nicht lediglich konsumieren, schütteln den Kopf über den Quatsch, der da als Staatsvertrag kurz vor der Ratifizierung steht.
Statt einfach in das allgemeine Lamento einzustimmen, wurde letzte Woche im Webmaster-Friday die Frage gestellt: “Woll’n wir mal ein besseres Gesetz machen?”
Ja klar, wollen wir das. Aber das geht natürlich nur, wenn wir die Politiker da raus lassen. Die haben nämlich eh keine Ahnung. Und Menschen über 40 dürfen auch nicht mitreden, die sind nämlich zu alt, um das Internet zu verstehen – das Alter hab ich jetzt mal extra ein bisschen höher angesetzt, damit ich überhaupt was dazu sagen darf. So ähnlich klingt für mich der Tenor einiger der bisherigen Reaktionen auf den Webmaster-Friday. Ein wirklich konstruktiver Beitrag zu einem besseren Gesetz war leider noch nicht dabei, auch wenn sich alle darin einig sind, dass der aktuelle Entwurf Mist ist. Offensichtlich ist es eben doch nicht so einfach, eine bessere Regelung auf die Beine zu stellen.
Wenn ich König von Deutschland wär’
Was würde ich in diesem Bereich ändern? Zunächst einmal würde ich ein solches Gesetz vom Rundfunk entkoppeln. Internet ist kein Rundfunk! Während über Rundfunk wenige Programme zu festen Zeiten unidirektional an viele Konsumenten übertragen werden, ist das Internet ein Kommunikationsnetzwerk. Der Verdacht liegt nahe, dass einige Mitautoren des JMStV das Internet als eine Sammlung von Webangeboten sehen, die Ihre Inhalte an die Nutzer senden. Diese Sichtweise ist grundlegend falsch, das sollte sich spätestens seit der weiten Verbreitung des sogenannten Web 2.0 herumgesprochen haben. Damit wäre dann auch diese unsägliche Idee der Sendezeiten für Webangebote vom Tisch
Weiterlesen