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Google als Babelfisch – Taucht das?

Marissa Mayer Google VP für Search Products

Marissa Mayer (Foto: earcos)

Im Telegraph erschien Mitte Dezember ein Artikel über Marissa Mayer, „VP of search products and user experience“ bei Google. Darin wird geschrieben, dass das nächste große Thema für Google „Sprache“ heißt.

Ich solle mir vorstellen, wie es wäre wenn die Suchmaschine eine Funktion eingebaut hätte, die meine Anfrage in alle möglichen Sprachen übersetzen und dann die Ergebnisse wieder zurückübersetzen würde und die Seite natürlich auch komplett übersetzt, wenn ich dann auf die Ergebnisseite gehe.

„Imagine what it would be like if there was a tool built into the search engine which translated my search query into every language and then searched the entire world’s websites,“ she says. „And then invoked the translation software a second and third time – to not only then present the results in your native language, but then translated those sites in full when you clicked through.”

via Marissa Mayer: An omnivorous Google is coming – Telegraph.


Das kann man sich natürlich vorstellen. Man kann es aber auch ganz einfach ausprobieren. Nehmen wir doch mal den kürzlich hier veröffentlichten Artikel „New York in 24 Stunden„. Der erste Absatz darin lautet auf Deutsch:

Der Mensch von Welt macht ja gerne Städtereisen – vor allem in die Metropolen dieser Welt. Da wir aber bekanntermaßen in einer hektischen Zeit leben, muss eine solche Reise zügig durchgezogen werden. Ein Tag pro Stadt sollte da reichen. Dann kann man den Klassiker New York, Rio, Tokio an einem verlängerten Wochenende durchziehen.

Eine Übersetzung dieses Absatzes auf Französisch durch Google sieht so aus:

L’homme du monde n’a en effet comme les escapades en ville – surtout dans les métropoles du monde. Mais comme nous sommes connus à vivre dans une période agitée de temps, un tel voyage seront rapidement suivies d’effets. Un jour, une ville devrait être assez là-bas. Ensuite, vous pouvez exécuter par le classique de New York, Rio, Tokyo sur une longue fin de semaine.

Wieder zurück übersetzt ins Deutsche wird daraus

Der Mann in der Welt hat in der Tat als eine Städtereise – vor allem in den Metropolen der Welt. Aber wie wir bekannt sind, in einer hektischen Zeit leben, wird eine solche Reise schnell umgesetzt werden. Eines Tages sollte ein Ort werden ja genug da. Dann können Sie die klassischen New York, Rio, Tokio laufen auf ein langes Wochenende.

Ob man das wirklich braucht? Im Moment kann ich darauf noch ganz gut verzichten.

Aber für Menschen, die bekanntermassen Probleme mit Fremdsprachen haben, aber beruflich bedingt doch immer wieder in nicht-deutschsprachigen Ländern unterwegs sind, könnte das ja dann ein Segen sein. Auf seo-united.de hat man so eine Reise unseres Aussenministers mal durchgespielt. Das Ergebnis könnte schlimmer sein 😉

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