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SEO – Lohnt sich eine XML-Sitemap?

Hilft Suchmaschinen bei der Orientierung

Sitemaps als Orientierungshilfe für Suchmaschinen

Das aktuelle Thema beim Webmaster-Friday dreht sich um Sitemaps. Wie wichtig sind denn Sitemaps für Suchmaschinen?

Eine Sitemap als HTML-Seite, die alle Unterseiten einer Website verlinkt und eventuell auch hierarchisch für den Anwender darstellt ist eine Methode, die schon seit geraumer Zeit Verwendung findet. Eine solche Seite hilft auch Suchmaschinen, alle Seiten einer Präsentation zu erfassen. Diese Methode ist für größere Sites allerdings nicht praktikabel, da man schnell auf zu viele Links auf dieser einen Seite kommt. Für die Verwendung durch Suchmaschinen hat sich daher das von Google im Jahr 2005 vorgestellte Sitemaps-Protokoll durchgesetzt.

URL einer Sitemap

Die URL einer Sitemap-Datei ist nicht standardisiert, die Information, wo eine Sitemap zu finden ist, kann der Webmaster auf verschiedene Wege angeben:

Sitemap-Formate

Außerdem gibt es mehrere gültige Sitemap-Formate:

  • XML Sitemap-Protokoll
    • Standard-Sitemap
    • Standard-Sitemap inklusive Bildinformationen
    • Video-Sitemap
    • News-Sitemap
    • Index-Sitemap, welche auf andere Sitemaps verweist
  • einfache Textdatei mit einer Liste von URLs
  • Syndication-Feed, z.B. RSS

Lohnt sich eine Sitemap?

Ob sich die Erstellung einer Sitemap lohnt hängt von der Art der Website ab. Ein Blog, der nur sporadisch aktualisiert wird, wie zum Beispiel dieser hier, kommt sicher ganz gut ohne Sitemap über die Runden, da Suchmaschinen genügend Zeit haben, die Inhalte zu indizieren, bevor sie nicht mehr von der Startseite verlinkt werden. Andererseits bringt WordPress ja bereits im Standard einen RSS-Feed mit und eine automatisch aktualisierte XML-Sitemap kann einfach über Plugins erstellt werden, so dass der Aufwand eine Sitemap für diesen Blog zu erstellen verschwindend gering ist. Auf FrankOli.de verwenden wir den Google (XML) Sitemaps Generator for WordPress.

Hat man eine eher statische Website, für welche eine Sitemap von Hand erstellt werden müsste, lohnt sich das meiner Meinung nach nicht, wenn die Linkstruktur sauber aufgebaut ist. Die Inhalte eines solchen Webauftritts werden nach und nach sowieso indiziert, hier konnte ich durch Hochladen einer Sitemap keine Beschleunigung feststellen.

Etwas anders sieht es aus, wenn man nicht indizierbare Seiten hat, wie beispielsweise eine Flash-Anwendung, welche im Prinzip nur aus einer handvoll HTML-Dateien besteht, wenn nicht sogar nur aus einer einzigen.

Eine solche Seite durfte ich mal Suchmaschinen-tauglich machen, ohne sie komplett neu zu erstellen. Da die Inhalte für die Flashanwendung per HTTP Requests im XML Format gelesen wurden, war es mit vertretbarem Aufwand möglich, einzelne HTML-Seiten mittels XSLT und einem kleinen Perl-Script zu erstellen.

Nach diesem ersten Schritt konnte man immerhin Deep-Links auf die Seiten setzen und damit direkt einzelne Elemente der Flash-Anwendung ansprechen. Die so entstandenen HTML-Seiten habe ich dann in einer ganz einfachen Textdatei aufgelistet und diese als Sitemap an Google übermittelt. Mittlerweile sind von anfänglich zwei nun über 100 Inhaltsseiten im Google Index. Ohne eine Sitemap wäre das bei einer reinen Flash-Seite anders nicht möglich gewesen.

Das schreiben die anderen

Früherer Webmaster-Friday Artikel auf FrankOli.de

Zum Thema Linkbuilding bei kommerziellen Websites

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1 Kommentar

  1. Danke für den interessanten Artikel zur Sitemap, bin noch völlig neu in diesem Gebiet und werde die Funktion jetzt einfach mal für meine Seite testen. Bin ja sehr gespannt inwieweit sich da eventuell was ändert! Gruß Sven

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