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Sollen wir, oder sollen wir nicht?

Buch- und Filmbesprechungen auf FrankOli.de

Auf Internetseiten über Bücher und DVDs, etc. zu berichten, oder wie man auch schlauspricht, zu rezensieren, ist keine neue Idee.
Wer mag, kann im Internetkaufhaus Amazon den Rest seines Lebens mit dem Lesen von Rezensionen verbringen. Da sind dann aber auch solche Highlights dabei wie: „Ich kann über dieses Buch nichts sagen, ich habe es verschenkt!“

Und wer sich schon einmal die Mühe gemacht hat, einige Rezensionen, speziell zu Büchern, und ganz speziell zu populären Büchern zu lesen, der kann vielleicht erahnen, warum die Namensgeber dieser Seite so lange hinterm Berg gehalten haben, mit Buch- und Filmbesprechungen jeglicher Art.
Nun ist es aber auch so, dass man auf Meinungen, von Leuten die man zu kennen glaubt eher etwas gibt, als auf die irgend eines dahergelaufenen Rezensenten.

Des Weiteren erscheinen monatlich gefühlt mindestens unendlich viele Bücher, die keiner braucht. Spontan fällt mir hierzu Tommy Jaud ein. Ich muss aber gestehen, dass ich nur den Vollidioten gelesen habe. Wobei, was heißt hier „nur“? Ich hab ganz schön gelitten dabei. Mario Barth-Fans wird es aber sicherlich gefallen.

Dazu kommt auch, dass ich persönlich immer sehr skeptisch reagiere, wenn Dinge, speziell Bücher, massengemocht werden. Ein Grund, warum ich die dann doch sehr unterhaltsame und durchweg spannende Millenium Trilogie Stieg Larssons erst sehr spät gelesen habe. Natürlich schreit diese Trilogie förmlich mit jeder Zeile danach verfilmt zu werden, was mich aber nicht wirklich interessiert, weil ich die Dame Salander so in Erinnerung behalten möchte, wie ich sie im Buch kennen gelernt habe.
Den Kritikpunkt, Larsson konstruiere bisweilen zu sehr, zumal die Story eigentlich mit dem ersten Band endet, lasse ich freilich gelten. Wobei mir die Affinität des Autors zu EDV-Geräten mit einem angebissenen Apfel-Logo mehr auf die Nerven ging. Nichtsdestotrotz bescherte mir die Lektüre der drei Bücher ein paar spannende und kurzweilige Tage.

Aber ist es wirklich sinnvoll, hier Bücher zu besprechen, die hundertfach schon woanders (Amazon) besprochen wurden? Vielleicht wird es interessanter, wenn man Bücher/Filme fokussiert, die etwas abseits vom Massengeschmack liegen, bzw. die vom Bildleser und RTL-Gucker gar nicht gekauft und erst recht nicht verstanden werden. Aber welche Filme bzw. Bücher sollen das sein?

„Markenwodka aus der Thermoskanne. Sehr weltmännisch, jedoch Fahrkarte verloren.“

Versuchen wir es doch einmal mit Max Goldt Sein Buch namens Zimbo las ich unlängst und es hat mir gefallen. Auch seinen Krapfen auf dem Sims habe ich gelesen und ebenfalls für gut befunden. Beide Bücher beinhalten kurze, abgeschlossene Kapitel, die zum Teil skurril, zum Teil einfach nur gut beobachtet sind. Sprachlich ist Goldt (für mich) nach allerlei Krimis ein Genuß gewesen.
Steigern kann man das noch mit Büchern von Eugen Egner.
Das Tagebuch eines Trinkers sollte in keinem Haushalt fehlen. (Obacht, die Lektüre oberhalb eines Blutalkoholwertes von 0,8 Promille kann zu ernsthaften Verletzungen am Zwerchfell (Muskelkater) führen – ja, im Ernst!) Und Die Durchführung des Luftraums ist dann mal so richtig schräg.

Apropos Krimis.
Spontan fallen mir dazu zwei Bücher ein. Zum einen der Schneemann und zum anderen Grafeneck

Nesboes Schneemann ist ein klassischer Krimi, mit dem Protagonisten Harry Hole. Harry Hole hat eine eigene Geschichte. Da der Schneemann nicht der erste Band der Hole-Reihe ist, kann man den Ermittler eventuell in seiner ganzen Komplexität nicht begreifen. Der Mann hat was erlebt. Ich selbst habe einige Vorgänger gelesen, würde aber sagen, der Schneemann macht auch Spaß, wenn man damit anfängt.

Grafeneck, von Rainer Gross, war ein Zufallskauf. Ich kann es fast vorbehaltlos weiterempfehlen, denn selbst bei Nichtgefallen ist es nach ca. 300 Seiten vorbei. Mir hat vor allem der Stil gefallen, in dem die schwäbischen Alltäglichkeiten beschrieben werden. Ein schönes Buch.
Wer jetzt meint, daß Nazi-Thema dick zu haben, den kann ich beruhigen. Es geht schon auch um Nationalsozialismus, aber eher nebenbei.
Angeregt von diesem Buch habe ich mir Weiße Nächte gekauft. Das hätte ich besser gepfiffen.

Sollte jemand Kinder haben, die dieses Jahr Abitur machen, dann wäre Die dunkle Seite des Mondes vielleicht das Buch für die Feiertage. Suters Roman ist nämlich Prüfungsthema beim Deutsch-Abi (in Baden-Württemberg) und außerdem auch noch ganz interessant. Bewußtseinsverändernde Pilze, soviel sei verraten, verändern schließlich so ziemlich alles im Leben des Urs Blank.

„Das soll Kultur sein? Ich habe Shakespeare studiert!“
„Du hast mit Shakespeare studiert!!“

Doch kommen wir nun zu etwas völlig anderem. Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern. Am 2. Dezember ist es soweit. Die erste Staffel der Muppets-Show erscheint auf DVD. Endlich.

Kann sich noch wer an „Spaß am Montag“ – später eventuell auch Dienstag – erinnern? Eine Sendung im Kinderprogramm der ARD mit einer überdimensionalen Mausspur in gelb als Co-Moderator namens Zini. Warum ich das erwähne? Weil am Ende der Sendung gabs immer einen „Vorgucker“ auf die nächste Sendung… Also das, was heute im Fernsehen und Radio alle paar Minuten kommt, um uns zu sagen was in ein paar Minuten kommt.

In Anlehnung daran:

Beim nächsten mal u.a.:

– Wer ist dieser Frank Goosen?

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5 Kommentare

  1. Uiuiui, ganz schön viel Lesestoff!
    Jetzt muss ich nur noch geschwind mein „World without End“ fertig lesen, dann fang‘ ich hiermit an.
    Den Link zur Millenium Trilogie korrigierst Du aber noch, oder?

  2. Die Abi-Lektüre ist je nach Bundesland unterschiedlich, aber der Shakespeare-Spruch ist geil.
    Die Stieg Larsson Trilogie und Jo Nesbo haben mir übrigens auch sehr gefallen. Werd demnächst mal deiner Empfehlung folgen und „Grafeneck“ lesen, mir steht der Sinn grad nach Krimis.

  3. @Severin:
    Das mit den Abi-Themen stimmt natürlich.
    Und ein guter Krimi ist noch lange nicht das Schlechteste. 🙂

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