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Der Deppenapostroph

Deppenapostroph von Klammeraffen missbraucht

Deppenapostroph von Klammeraffen missbraucht - gesehen in der Lutherstadt Wittenberg

Ja, ich weiß, das Thema ist nicht neu. Aber es ist immer wieder erstaunlich, welche Blüten der Apostroph in Deutschland treibt. Gerade heute morgen las ich in Axel Hackes (oder Hacke’s?) Buch „Das Beste aus meinem Leben“ über „Apre’s Ski“ Lokale, „Presentkörber’l“ und „Oma’ß Zeiten“. Da darf sich keiner wundern, wenn schon Schülerzeitungen zum Apostrophozid ausrufen – immerhin, da besteht noch Hoffnung.

Es ist schon weit gekommen, der Genitiv-Apostroph ist nach der neuen Deutschen Rechtschreibung  ja erlaubt:

Regel 22: Der Apostroph darf auch gebraucht werden, um die Grundform eines Personennamens von der Genitivendung -s abzuheben.
Beispiele: Rudis Grilltreff oder Rudi’s Grilltreff; Königs Videothek oder König’s Videothek

Auch das Wort „Nicht’s“ dürfte demnächst in den Duden aufgenommen werden, immerhin verzeichnet Google bereits über 60.000 Treffer für die Suche nach „Nicht’s“.

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4 Kommentare

  1. Ja, die unendliche Geschichte.
    Auch wenn es zwischenzeitlich abgedroschen ist, so kann ich doch wärmstens wenigstens die ersten beiden Bände Sebastian Sicks (oder schreibt man Sickens, hähä) Genitiv Trilogie empfehlen.

  2. Richtig schlimm finde ich nur, dass der Duden solche Regeln dann plötzlich übernimmt…
    So kann man die Fehlerquote natürlich auch runterschrauben.

    Gruß, ‚K’e’v’i’n‘.

  3. Stimmt!
    Der heißt wohl Bastian…
    Aber wie auch immer, Recht hat der!

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