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Der Goldene Windbeutel 2010 – Abstimmen!

Foodwatch, oder abgespeist.de verleihen auch heuer wieder den „Goldenen Windbeutel“. Der Preisträger 2009 war übrigens ein Yogurt von Danone.

Eine Aktion, die wie ich finde, nicht genug Unterstützung bekommen kann.
Also ruhig mal selbst mitmachen!!

Auszüge aus dem Bericht über den Gewinner von 2009:

Danone bemüht sich sehr, den vollmundigen Werbeversprechen auf der Actimel-Homepage wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Allerdings weniger durch überzeugende Fakten als durch Bilder von weiß bekittelten Wissenschaftlern. Aber der Joghurtkonzern geht noch ganz andere Wege. In Wartezimmern von Arztpraxen können Patienten zum Beispiel auf Actimel-Gutscheine stoßen. Dreist nutzt Danone das vertrauensvolle und glaubwürdige Umfeld einer Arztpraxis aus, um sein Produkt zu bewerben. Aber die geliehene Glaubwürdigkeit trügt: Actimel ist kein Gesundheitsprodukt, sondern ein teurer Zuckerdrink.

Der Darm spielt für die Immunabwehr eine wichtige Rolle. Danone wirbt damit, dass die probiotische Actimel-Joghurtkultur mit dem klangvollen Namen „Defensis“ die „Abwehrkräfte activiert“. Sie würde helfen, „unerwünschte Bakterien“ abzuwehren und die „Produktion lebenswichtiger Abwehrzellen ankurbeln“. Und so viel bakteriellen Heldenmut lässt Danone sich teuer bezahlen – Actimel kostet etwa viermal so viel wie mancher Naturjoghurt. Nur: So besonders heldenhaft ist Actimel gar nicht. Denn jeder  Joghurt hat „gute“ Bakterien, die „schlechte“ abwehren und das Immunsystem trainieren. Ganz ohne „Defensis“.

Neben dem Danone-Schwindel werden noch eine ganze Reihe anderer Produkte durchleuchtet, wie zum Beispiel Bertolli, Kinderriegel und Monte, um nur einige zu nennen. Allen gemein ist, dass die Hersteller genannter Produkte versuchen, die Verbraucher (also auch Dich!) durch unzureichende oder gar falsche Aussagen hinters Licht zu führen. So etwas macht man nicht. Das ist unanständig!

Das die Verbraucher mittlerweile über das Internet immerhin etwas Druck selbst auf Konzerngiganten wie Nestlé erzeugen können, dürfte hinlänglich bekannt sein. So hat Greenpeace eine Kampagne gestartet, die Nestlé noch eine Weile beschäftigen dürfte.
In einem bemerkenswerten Video (Vorsicht: Schokoriegel vorher aus der Hand legen und Mund leer machen) klagt Greenpeace die Verwendung von Palmöl in deren Produkt Kitkat an. Zur Palmölgewinnung werden täglich unvorstellbar große Urwaldflächen gerodet!

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